Traumatherapie bei unter Dreijährigen

Bis heute gilt leider häufig die gängige Meinung, dass bei Säuglingen und Kleinkindern keine Traumatherapie möglich sei und die Kleinen das Erlebte „sowieso vergessen würden“. Die Realität zeigt aber, dass vielen Krankheitsbildern und Störungen belastende, traumatisierende Situationen, nicht selten in der frühen Kindheit, zu Grunde liegen.
Zudem zeigen auch Säuglinge und Kleinkinder nach belastenden Ereignissen Stress-Symptome, die eindeutig auf die Belastung zurückzuführen sind. Werden diese frühe Traumatisierungen nicht behandelt, entwickeln sich darauf häufig weitere psychische und körperliche Erkrankungen, oder gar Entwicklungsverzögerungen, die zu vermeiden wären, wenn früh eine Traumatherapie erfolgt wäre.

Seit 2014 arbeite ich zunehmend mit traumatisierten Unter-Dreijährigen und der Erfolg gibt mir Recht. Nach der Behandlung zeigen die Säuglinge und Kleinkinder deutlich weniger bis keine Stress-Symptome mehr und in der Regel erfolgt ein merklicher Entwicklungsschub.

Diese Erfahrungen und Beobachtungen wurden bereits in einem Fachartikel bei EMDRIA (Rundbrief 2015) veröffentlicht und 2016 erfolgen bei verschiedenen fachspezifischen Kongressen Workshops und Vorträge dazu. Weitere Veröffentlichungen dazu sind in Planung.